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Ein pädagogisch wertvolles, innovatives und humanes Konzept für die veterinärmedizinische Ausbildung

Lara Marie Rasmussen
R. Ashley Robinson
Gary R. Johnston
Shirley D. Johnston

Western University of Health Sciences College of Veterinary Medicine, USA

Das College of Veterinary Medicine (Veterinärmedizinische Fakultät) der Western University (WesternU-CVM) ist das Produkt einer Vielzahl kritischer Denker aus der akademischen Welt der Veterinärmedizin, aus der veterinärmedizinischen Arbeitspraxis und aus dem allgemeinen gesundheitswissenschaftlichen Bildungsbereich. 1999 entstand aus historischer Reflektion und mit den Informationen aus einer Vielzahl veterinärmedizinischer Symposien ein Plan zur Förderung der Erfolge in der bisherigen veterinärmedizinischen Ausbildung, zur effektiven Nutzung der Innovationen und Fortschritte vieler pädagogischer Ansätze, und zur Unterstützung der Ansprüche eines modernen veterinärmedizinischen Berufsbildes. Bei der Entwicklung dieses innovativen Plans wurden sowohl gesellschaftliche Überlegungen und Trends in der Berufspraxis als auch die Bedürfnisse der Studierenden und die finanzielle Verantwortlichkeit einbezogen. Das Programm entwickelte sich aus drei grundlegenden Prinzipien heraus: 

1) Engagement für ein innovatives, studentenorientieres, lebenslanges Lernen;
2) Engagement für eine ‚Ehrfurcht vor dem Leben'; und
3) Engagement für höchste Qualität der klinischen Ausbildung durch strategische Partnerschaften und Allianzen

Jede Komponente des daraus entwickelten Lehrplans steht im Zusammenhang mit diesen drei Kernprinzipien. Diese Verwobenheit aller drei Prinzipien ist für die weniger greifbaren Ziele dieses Programms (weiter unten beschrieben) wesentlich und macht jede Diskussion über Ansätze einer ‚humanen Ausbildung' abhängig von einer Diskussion dieses Programms insgesamt.

Das WesternU-CVM bietet ein vierjähriges Studium an, das mit dem Titel eines Doktors der Veterinärmedizin abschließt. Voraussetzung für die Aufnahme sind u.a. eine recht umfassende vorbereitende Kursarbeit im universitären Umfeld sowie ausreichende Erfahrungen mit Bezug auf Tiere und/oder im Veterinärbereich. Von den Bewerbern wird inneres Engagement für die Lehre und die Tiere, Verständnis für die Herausforderungen der veterinärmedizinischen Ausbildung, sowie die Einsicht in Umfang und Reichweite der Veterinärmedizin erwartet. 

Phase I des Lehrplans umfasst einen zweijährigen PBL-Unterricht (ProblemBased-Learning, problemorientierter Kleingruppenunterricht) mit Schwerpunkt auf der Grundlagenwissenschaft, einen Unterrichtsplan zu klinischen Fertigkeiten und einen Kurs zu veterinärmedizinischen Fragen. In Phase II (drittes Jahr) beginnen die Studierenden, zur Praxis der Veterinärmedizin überzugehen. In dieser Phase rotieren Gruppen von je 3 Studierenden durch dreizehn zweiwöchige Praxisfolgen. Die Themen dieser Praktika gehen von klinischer Veterinärmedizin wie Kleintier- und Pferdemedizin, Tierheim-, Nutztier-, Zoo-/Wildtiermedizin, bis hin zu nicht-klinischen Anwendungsbereichen wie Lebens- und Futtermittelsicherheit, Umwelt/Gesundheit und Labordiagnosen. In den klinischen Bereichen verbringen die Studierenden 50 % der Zeit mit den organisatorischen Tätigkeiten der privaten Tierklinik, in der sie eingesetzt sind (Empfang der ambulanten Patienten, Verwaltung der stationären Patienten) und 50 % der Zeit für die Arbeit mit den Gruppenmitgliedern zur Erfüllung der vorgeschriebenen Lernziele und mit Falluntersuchungen. Die nicht-klinischen Kurse werden vom Campus aus durchgeführt, wobei zur Erzielung der jeweiligen Lernziele z.B. Exkursionen, Studentenprojekte, Expertenkonsultationen und Seminare zum Einsatz kommen. Phase III (viertes Jahr) besteht aus acht vierwöchigen Praxisfolgen in verschiedenen Bereichen der Veterinärmedizin, die von jedem Studierenden unter Rücksprache mit einem Mitglied des Fakultätsausschusses (Committee for Specialty Instruction, Komitee für Spezialisierung) selbst gewählt werden. Die Kriterien für die Wahl der Kursfolgen im vierten Jahr sind z.B. die beruflichen Ziele des Studierenden und seine Mobilität in diesem Abschlussjahr. Mögliche Einsatzorte können lokale, nationale oder internationale private Tierkliniken sein, Centres of Excellence1 in anderen nationalen oder internationalen Tierkliniken, lokale oder nationale Regierungsbehörden, deren Arbeit Tiere betrifft, sowie tierbezogene Nichtregierungsorganisationen wie z.B. in Forschung, Industrie und Dienstleistung. 

Von den Absolventen des WesternU-CVM wird erwartet, dass sie bei Studienabschluss das Wissen, die Fertigkeiten und die Fähigkeiten haben, um sofort als professioneller Veterinärmediziner nützlich sein zu können. Diese Erwartung wird wesentlich durch die Vielzahl der Lernergebnisse/Lernziele gestützt, die während der gesamten vier Jahre gefördert, gefordert und bewertet werden. Einige dieser Lernergebnisse sind im Zusammenhang mit den Zielen der veterinärmedizinischen Ausbildung von recht herkömmlicher Natur, wie die Beherrschung von Fakten und Prinzipien aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, die den Kern der Veterinärmedizin bilden, z.B. Anatomie, Physiologie, Immunologie, Ernährung, Mikrobiologie und Kardiologie. Weitere Lernergebnisse sind ebenso intuitiv, jedoch bisher weniger üblich in der veterinärmedizinischen Ausbildung, so z.B. die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen, Praxisverwaltung, Trauerbetreuung/-beratung und Tierverhalten. Zusätzlich gibt es eine große Gruppe von Lernergebnissen, die nicht für die veterinärmedizinische Berufspraxis spezifisch sind, jedoch für jedes Mitglied einer interagierenden Gemeinschaft notwendig sind, wie z.B. mündliche und schriftliche Kommunikation, Personalmanagement, Zeitmanagement, persönliche Verantwortungsübernahme, gesunder Menschenverstand und Einsatz für das Gemeinwohl. Schließlich gibt es eine Gruppe von Lernergebnissen, die schwerer greifbar sind, aber für die Mitglieder der medizinischen Berufe und insbesondere diejenigen, die mit Tieren zu tun haben, dennoch wesentlich sind, so z.B. Humanität, Mitgefühl, Achtung vor dem Anderen, Moralität, die richtige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Grenzen, und das Bewusstsein für das enge Band zwischen Mensch und Tier. Um die Lernergebnisse in einem Bereich, z.B. in der Pharmakologie, zu erzielen, ohne die Lernergebnisse eines anderen Bereiches, z.B. Humanität, zu verletzen, war bei der Planung und Implementierung eine holistische Herangehensweise notwendig. Jeder einzelne Lernbereich wird mehrdimensional angegangen. Die Lernstile sind so vielfältig wie die Menschen; darum erleichtert die Vielfältigkeit der Lehrprozesse das Lernen. Überdies liegen die wesentlichen Faktoren für Erfolg am WesternU-CVM sowohl darin, Möglichkeiten zur Erreichung der Lernziele zu bieten, als auch darin, dass der geforderte Lernerfolg der Studierenden aktiv ausgewertet wird. Die Bewertung der Studierenden am WesternU-CVM ist ebenfalls vielgestaltig, indem von der herkömmlichen Prüfung über Gruppenkritiken und Individualkritiken bis hin zu Selbsteinschätzungen alles eingesetzt wird. 

Als Beispiel soll hier erläutert werden, wie das Lernziel ‚Menschlichkeit gegenüber Tieren' durch den Lehrplan des WesternU-CVM erreicht werden soll. Zuallererst gilt, dass ein Veterinärmediziner nur dann in der Praxis human gegenüber Tieren handeln kann, wenn er/sie wirklich kompetent ist. Ohne diese Kompetenz riskiert der Veterinärmediziner, dass er Tieren durch Naivität, Fehlverhalten und schlechtes Urteilsvermögen Schaden zufügt. Zentral für die Erzielung dieser Aufgabe sind befriedigende Lernergebnisse in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, wie z.B. in der Chirurgie. 

Zum ersten Mal begegnen die Studierenden dem Lernziel ‚Humanität gegenüber Tieren', wenn ihnen unser Programm vorgestellt wird. Bei ihrer Einführung in das Programm erfahren die Studierenden, dass es die Politik des WesternU-CVM hinsichtlich des Tiergebrauchs ist, dass kein Tier zu seinem Schaden im Unterricht benutzt wird. Alle Erfahrungen mit Tieren und jeder Fall von Tiergebrauch wird entweder neutrale oder positive Auswirkungen auf das Tier haben. Zum zweiten Mal begegnen die Studierenden diesem Lernziel, wenn ihnen erläutert wird, was ‚Kompetenz' bedeutet. Die sichere Beherrschung der Fertigkeiten, mindestens auf dem Kompetenz-Niveau, das man von einem ‚frischgebackenen' Arzt erwartet, wird von allen Studierenden verlangt. Am WesternU-CVM erhält kein Studierender seinen Abschluss, der in den geforderten Fertigkeiten nicht kompetent ist. 

Der Ansatz zur Lehre der Chirurgie ist mehrdimensional; er umfasst sowohl Kunst und Wissenschaft der Chirurgie als auch die Praxis der chirurgischen Fertigkeiten. Das Programm erfordert von den Studierenden, dass sie operationsindizierende Erkrankungen erforschen, immer besser verstehen und in diesem Bereich Entscheidungskompetenz entwickeln; es erleichtert ihnen das Erlernen verschiedener spezifischer Fertigkeiten und, ganz wichtig, führt die Studierenden zu Lernmethoden, die es ihnen ermöglichen, sich in ihrem Berufsleben stetig weiterzuentwickeln (und in ihrem Fachbereich Schritt zu halten). Dank der flexiblen Gestaltung des Problem-Based-Learning-Unterrichtes werden die Studierenden mit klinischen Fällen zu tun haben, die die ganze Breite der beabsichtigten Lernziele beinhalten. Im Kontext dieser Fälle und auf verschiedenen Wegen, wie z.B. Selbststudium, Literatur, Vorlesungen, Laborunterricht/angewandte Übungen und Expertenkonsultation, lernen die Studierenden die Grundlagen- und klinischen Wissenschaften wie die Kunst und Wissenschaft der Chirurgie kennen und anwenden. Gleichzeitig lernen sie die weniger greifbaren Lernziele wie ‚Humanität gegenüber Tieren' durch Selbststudium, Literatur, Rollenspiel, Umgang mit und Befragung von Tierhaltern, Expertenbefragung und Beobachtung kennen und anwenden. 

Hinsichtlich der praktischen Fertigkeiten ist der Lehrplan so gestaltet, dass jedes ‚Endprodukt' wie z.B. eine komplexe chirurgische Fertigkeit, die der Studierende beherrschen können soll, in ihre Bestandteile zerlegt ist. Jeder Fertigkeit, von den einfachsten zu den kompliziertesten, wird eine Vielzahl an Unterrichtsmitteln zugeordnet, die speziell dafür entwickelt sind, dem Studierenden das Erlernen und Beherrschen dieser Fertigkeit zu erleichtern. ‚Unterrichtsmittel' meint ein Objekt, eine Übung oder eine Erfahrung, die dem Studierenden zum Erlernen einer bestimmten Fertigkeit, zum Kennenlernen eines Konzeptes, einer Tatsache oder eines Prinzips verhilft. Unterrichtsmittel sind sehr vielfältig und können nach verschiedenen Kriterien unterschieden werden: 1) Folgen eines Fehlers, 2) Zeitliche Einschränkung, 3) Möglichkeit der Wiederholung, 4) Komplexitätsniveau, 5) Grad der Simulation und 6) Grad der Unabhängigkeit des Studierenden hinsichtlich der Benutzung. In der ersten Unterrichtswoche bekommen die Studierenden Listen mit den angestrebten Fertigkeiten und der Angabe, in welchem Grad jede Fertigkeit zu Beginn des dritten Studienjahres beherrscht werden muss. Das Konzept der sicheren Beherrschung ist wichtig2. Die Fertigkeitenlisten beinhalten sämtliche bei allen Haustierarten jeweils angewandten Fertigkeiten sowie die vielen diagnostischen und therapeutischen Fertigkeiten, die von einem fertig ausgebildeten Veterinärmediziner sofort erwartet werden. Alle Studierenden werden anfangs Fertigkeiten von ganz unterschiedlichem Niveau aufweisen, je nach persönlichen Fähigkeiten und bisherigen Erfahrungen. So wird sich jeder auf dem Niveau in die Listen ‚einklinken', dass auf ihn/sie zutrifft. Dann bekommen die Studierenden Zugang zu den für jede Fertigkeit jeweils geeigneten Unterrichtsmitteln. Jeder Studierende nutzt die Unterrichtsmittel nach eigenem Ermessen und nach eigenem Zeitbedarf. Da der Lehrplan auf einem Problem-Based-Learning-Format mit minimalen Zeitvorgaben basiert, übernehmen die Studierenden sofort die Verantwortung für die eigenen Lernaktivitäten selbst. Jeder Teil unseres Plans ist ein integraler Bestandteil des Gesamtplans; so fördert die individuelle Zeitnutzung jedes Studierenden während der gesamten Studienzeit die Fähigkeit, Fertigkeiten individuell und selbstständig zu erlernen. 

Die Unterrichtsmittel zur Beherrschung aller Einzelfertigkeiten, die für eine komplexe chirurgische Fertigkeit notwendig sind, sowie der komplexen Fertigkeit insgesamt sind vielfältig. Dazu gehören inaktive Kunststoffmodelle (z.B. das ‚See-with-your-hands'-Steckbrett, das Knottechnik-Modul, Operations-Organmodelle); aktive Kunststoffmodelle (z.B. das elektronische Näh-Modul); Computersimulationen (z.B. The Virtual Anesthesia Machine); Video- und Livedemonstrationen (z.B. Videos zu Prozeduren, Videoreihen zu Live-Operationen); Simulations-Rollenspiele (z.B. Anästhesie eines Pferdes, Navigation im OP); anatomische Kadaversezierungen (z.B. an Formalin-konservierten Kadavern); klinische Prozeduren an Kadavern (z.B. tiefgefrorene und wieder aufgetaute Kadaver/Körperteile); Arbeit mit ‚Freiwilligen' (z.B. nicht-invasive Untersuchungen und Prozeduren); und klinische Patienten (z.B. vorbeugende oder notwendige Prozeduren). 

Zu jedem Unterrichtsmittel gibt es ein schriftliches Protokoll3. Dieses Protokoll besteht aus vier Abschnitten: 1) Benutzeranleitung zum Unterrichtsmittel; 2) mögliche Erwartungen der Studierenden an das Unterrichtsmittel; 3) die Erwartungen der Fakultät an die Studierenden, einschließlich der Bedingungen und Grenzen des Lernerfolgs sowie der Definition des Lernerfolgs; und 4) Bedeutung des Unterrichtsmittels. Zweck dieser Protokolle ist es, den Studierenden auf das Unterrichtsmittel einzustellen, die richtigen Erwartungen zu setzen und den Lernenden zu motivieren, indem abstrakte Unterrichtsmittel mit zukünftigen Live-Erfahrungen in Beziehung gesetzt werden. Ohne die richtige Einstellung auf das Unterrichtsmittel gehen die Studierenden möglicherweise falsch an die Arbeit heran und kann die dadurch entstehende Frustration sich negativ auf die Motivation des Lernenden auswirken. Auch wenn die Erwartungen an ein Unterrichtsmittel zu hoch gesteckt sind, können Enttäuschung und Ablehnung des Unterrichtsmittels die Folge sein. Außerdem haben manche Studierende vielleicht nicht den nötigen Weitblick, um den Sinn und die Notwendigkeit eines abstrakten Unterrichtsmittels wertzuschätzen (was bei einem niedrigen Erfahrungsniveau auch verständlich ist), sodass sie an dem Unterrichtsmittel kein großes Interesse zeigen und die kritischen Fertigkeiten nicht ausreichend üben. Diesen Prinzipien, wie sie in den Protokollen zu den Unterrichtsmitteln zum Ausdruck kommen, entsprechen bei den weniger greifbaren Lernerfahrungen die Prinzipien, die in den sorgfältig ausgearbeiteten Grundsatzrichtlinien dargelegt sind4. 

Übungen an Kadavern, ‚freiwilligen' Tieren und klinischen Tierpatienten gelten als ‚Unterrichtsmittel'. Die Art und Weise, wie die Studierenden mit diesen Unterrichtsmitteln umgehen, hat unmittelbare Auswirkungen auf ihr Lernen im Sinne der ‚Humanität gegenüber Tieren'. Alle Kadaver werden aus einem Tierspendenprogramm bezogen (ähnlich wie die Leichenspende an humanmedizinischen Fakultäten), d.h. die Körper gestorbener oder nach Krankheit/Verletzung eingeschläferter Tiere werden der Fakultät gespendet. Informationen zu diesem Programm sind auf der Webseite der Fakultät sowie von zuständigen Fakultätsmitgliedern erhältlich. Bei der Arbeit mit ‚freiwilligen' Tieren tragen die Fakultät und die übenden Studierenden selbst eine große Verantwortung dafür, dass alle Prozeduren in ihrer unmittelbaren Auswirkung auf das Tier nicht-invasiv oder neutral sind. Schmerz und Angst werden vermieden. Das Tier wird durch positive Anreize zur bereitwilligen Teilnahme ermuntert (z.B. durch Futter, soziale Interaktion, Bewegung), und beim ersten Anzeichen von Schmerz oder Angst wird der Versuch sofort beendet. Als ‚Freiwillige' werden z.B. Haustiere von Dozenten, Studierenden und Mitarbeitern, Tiere aus Heimen und Asylen und von lokalen agrarwissenschaftlichen Fakultäten eingesetzt. 

Klinische Tierpatienten werden als unmittelbare Unterrichtsmittel in Praktikumserfahrungen eingesetzt. Eine Grundpflege-Klinik für Haustiere, die mit Vertragsklienten und Tierpatienten und einer auf ein geringes Maß beschränkten Belastung arbeitet, bietet den Studierenden die notwendige Zeit und Betreuung, um in die echte Beherrschung der Fertigkeiten ‚hineinzuwachsen'. Die ambulante/mobile Betreuung von Klein- und Großtieren in lokalen Tierheimen und -asylen bietet den Studierenden eine weitere Möglichkeit, ihre aktive Teilnahme an klinischen Prozeduren kontinuierlich zu erhöhen. Gesundheitsmessen und -aktionen zugunsten der Haustiere von finanziell benachteiligten Bevölkerungsgruppen bieten den Studierenden die Gelegenheit, durch professionelles Kommunikations- und Fallmanagement die ‚Arztrolle' einzunehmen, und zugleich auf verschiedenste Tierarten eine Vielzahl klinischer Fertigkeiten zugunsten der Tiere anwenden zu können. 

Wenn die Studierenden die einleitend gelehrten klinischen Fertigkeiten zur veterinärmedizinischen Grundpflege beherrschen, treten sie im dritten Studienjahr mit entgeltlichen Veterinär-Praktika in die klinische Umgebung ein. Hier setzen die Studierenden ihre Energie vor allem in der veterinärmedizinischen Praxis an bedürftigen Tieren ein, indem sie Problemlisten, Differentialdiagnosen, Diagnose- und Therapiepläne, Prognosen und Klienten-Kommunikationspläne erstellen. Dadurch wird die studentische Kompetenz in klinischer Diagnose und Therapie im Sinne einer echten Ausbildung herausgebildet. Das vierte Studienjahr führt den Studierenden schrittweise zu fortgeschritteneren klinischen Fertigkeiten, wobei die in den ersten zwei Jahren erlernten und im dritten Jahr zur sicheren Anwendung gebrachten Fähigkeiten als Grundlage genutzt werden. Mit der Anwendung ihres Wissens und Könnens wächst auch die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit der Studierenden. Der Prozentsatz der erfolgreichen ‚Alleinflüge' bei der Anwendung von Fertigkeiten kann mit diesem schrittweisen und patientenorientierten Lernansatz drastisch erhöht werden2. 

Das primäre Thema dieser Diskussion war das Lernziel ‚Humanität gegenüber Tieren', aber darin eingebunden sind ebenso die Lernziele der Chirurgie, der Anatomie, des lebenslangen Lernens, der Praxisverwaltung, der mündlichen und schriftlichen Kommunikation, des Personal- und Zeitmanagements, der persönlichen Verantwortungsübernahme, der Moralität, der Mensch-Tier-Bindung und viele weitere. Dies ist nur ein Teil des umfassenden Netzwerkes, das der veterinärmedizinische Ausbildungsplan des WesternU-CVM darstellt. 

Unterstützt werden die verschiedenen Lehrplanaspekte des WesternU-CVM durch eine Vielzahl bedeutender Publikationen. Die Fähigkeit des Problem-Based-Learning, nicht nur die herkömmlichen Lernergebnisse zu erzielen, sondern außerdem die oben genannten weitergehenden Lernziele umzusetzen, wurde mehrfach dokumentiert5-7. Auch die Wichtigkeit der Bewertung für die Erzielung der definierten Lernziele wurde bestätigt; ohne eine Bewertung werden die Lernziele nicht als wichtig empfunden8. Johnson und Farmer3 stellten fest, dass durch Beobachtung und kritische Auswertung verschiedener Laborumgebungen für klinische Übungen die geeignetste und erfolgreichste Struktur für den Laborunterricht festgestellt werden kann. Erfolgsfaktoren waren u.a. klar definierte Ziele, erkennbare klinische Relevanz und den jeweiligen Ausgangsniveaus angemessene Aufgaben. Weitere Komponenten, die für die Motivation des Lernenden bei technischen Übungen wichtig sind, sind Checklisten, Methodik, Endziele und geeignete Materialien. Ein weiterer Faktor, der für ein selbstständiges Lernen in zugewiesenen Programmen wesentlich ist, ist die Sicherstellung, dass der Lernende sich der Ergebnisse seiner Übungen und Aktivitäten - der negativen und der positiven, der greifbaren und der nicht-greifbaren - vollkommen bewusst ist. Die Bereitstellung verschiedenster Formen der Übung, ohne zeitliche Einschränkungen und frei zugänglich für die Studierenden, kann dazu führen, dass die Studierenden sich in einer Fertigkeit üben, einfach weil sie die Möglichkeit dazu direkt an der Hand haben9. Mehrere Untersuchungen haben sich mit der moralischen Entwicklung (d.h. Rückentwicklung) und Desensibilisierung beschäftigt, die beim Durchlaufen des veterinärmedizinischen Studiums stattfindet11-12. Diese und viele weiteren Daten unterstützen die Lehrplanstruktur des WesternU-CVM. 

Unser Ansatz für eine veterinärmedizinische Ausbildung geht eine Vielzahl von Herausforderungen an: Einsatz von Zeit und Geld, Reaktionen von Kollegen, Kompetenz und Interesse der Fakultätsmitglieder sowie Zuweisung von Personal. Jede dieser Herausforderungen wurde aufgegriffen, vor allem durch Aufklärung und Weiterbildung der teilnehmenden Fakultätsmitglieder und weiterer Interessenten. Das Planungsstadium erfordert einen großen Zeitaufwand; da es sich um ein neuartiges Konzept handelt, müssen viele Elemente de novo erstellt werden. Beziehungen müssen gesucht und ausgebaut werden; Ressourcen müssen identifiziert, getestet und beschafft werden; eine Weiterentwicklung der Fakultät muss stattfinden; Problem-Based-Learning-Fälle müssen geschrieben, didaktische Fragen identifiziert und Bewertungsmethoden entwickelt werden; Umfragen und Expertenkonsultationen müssen durchgeführt werden, um die Listen der klinischen Fertigkeiten zu erstellen; Unterrichtsmittel müssen beschafft, erstellt, konstruiert und/oder koordiniert werden; Protokolle zu den Unterrichtsmitteln müssen geschrieben und Auswertungsmethoden erstellt werden; und die finanziellen Mittel müssen begründet und erworben werden. Bei Überlegungen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis ist eine optimistische (und daher oft lohnende) Haltung, dass für ein Ziel, das wertvoll und gerechtfertigt ist, auch die Mittel dafür im Grunde da sind und erreicht werden können. Vielleicht stützt sich diese Theorie darauf, dass die Menschen, die sich für ein Ziel einsetzen, ernsthaft an seinen Nutzen glauben und darum engagiert dafür arbeiten, dass auch die Mittel dafür bereitgestellt werden! Für manche kann das heißen, sich um Projektmittel zu bewerben, für andere heißt das vielleicht, dass sie unseren Erfahrungsbericht interessierten Dritten vorstellen, und wieder andere könnten Beziehungen und Netzwerke mit denen aufbauen, die unsere Ziele wertschätzen und/oder Nutzen daraus ziehen. 

Die Reaktion von Kollegen auf den Plan war gemischt. Die auffälligste Beobachtung dabei ist, dass die meisten negativen Reaktionen aus Unwissen oder Fehlinformation herrühren; denn wenn der Großteil der Kollegen gut über den Plan, seine Absichten, Methoden und Qualitäten hinsichtlich der Bewertung Bescheid wissen, sind sie schließlich beeindruckt und möchten oftmals selbst daran teilnehmen. Der Plan stellt einen ‚neuen Weg' dar; und das ruft natürlich immer Besorgnis bei denen hervor, die fest im ‚alten Weg' verankert sind. In toto wird der Plan nicht an jeder Fakultät unverändert übernommen werden können, da die Ressourcen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Fakultätsmitglieder, die Studierenden und die Infrastruktur dafür womöglich zu unterschiedlich sind. Der Plan der WesternU-CVM geht auf erfolgsorientierte Weise an die veterinärmedizinische Ausbildung heran; durch Sammlung, Analyse und Veröffentlichung der Ergebnisse wird der Plan kontinuierlich verbessert. Andere, die veterinärmedizinische Bildung in der gleichen erfolgsorientierten Weise vermitteln, werden qualitativ hochwertige Programme in vielfältiger Gestaltung anbieten, die mit den Erfordernissen der Zeit einhergehen. 

Da dieser Ansatz in mehrfacher Hinsicht innovativ ist, sind nur wenige Pädagogen in den vielfältigen von uns angebotenen Methoden erfahren. Manche Lehrenden wollen vielleicht deshalb nicht teilnehmen, weil sie keine Erfahrung damit haben, oder sie nehmen teil und wenden dabei mehr und mehr doch herkömmlichere Methoden an. Anderen Lehrenden wiederum ermöglicht die Freiheit zur Kreativität neue Fortschritte. Das Prinzip des lebenslangen Lernens müssen die Lehrenden auch für sich selbst in Anspruch nehmen; das Programm des WesternU-CVM bietet den Lehrenden die Möglichkeit, diese lebenslange Aufgabe zu erfüllen. 

Die wahrscheinlich am meisten missverstandene Komponente unseres Lehrplans kommt am besten in dem oft gehörten Kommentar zum Ausdruck: "Man kann die Chirurgie [oder Physiologie oder Pharmakologie oder Anästhesie] nicht mit einem Set von Kunststoffmodellen lehren!" Die Dozenten des WesternU-CVM sind da absolut gleicher Meinung. Jedes Unterrichtsmittel hat seinen Platz, und dazu gehören auch Kunststoffmodelle, Computersimulationen, Live-Simulationen, Übungen an Kadavern und an lebendigen Tierpatienten. Die Bedürfnisse des Lehrplans bestimmen, welche Unterrichtsmittel entwickelt und beschafft werden. Jedem Unterrichtsmittel werden andere Erwartungen entgegengebracht; jedes einzelne Unterrichtsmittel kann nicht alle Komponenten jeder Fertigkeit oder jeden Prinzips ‚lehren'; jedes einzelne Unterrichtsmittel kann aber mehreren Zielen des Studienplans dienen. Bei der Auswahl der Unterrichtsmittel müssen Risiken und Nutzen für den Studierenden, den Studienplan, die Tiere und die Fakultät abgewogen werden. In der akademischen Welt der Veterinärmedizin muss mehr Gewicht auf die Herausbildung und Konzeption von Unterrichtsmitteln gelegt werden, die kreativ und vielfältig sind und alle Lernziele berücksichtigen. 

Der Mensch ist eine schöpferische Spezies. Wir haben große Errungenschaften in der Medizin, in der Physik, in der Technik und in der Kunst erzielt. Pädagogen können ebenso große Errungenschaften im Bereich der Bildung erzielen. Warum sollte eine Herausforderung in der Bildung anders behandelt werden als die Herausforderung, die die Bekämpfung einer Krankheit darstellt? Identifizieren wir das Problem, suchen wir mit Hilfe von ‚Brainstorming' nach kreativen Lösungsansätzen, wenden wir sie an, sammeln wir Daten, modifizieren wir unser Vorgehen und werten wir das Problem erneut aus. Dieser Prozess muss kontinuierlich sein - eine stetige Weiterentwicklung. Die Gesellschaft ist heute soweit, dass die Abschaffung des schädigenden Tiergebrauchs im Studium nicht nur erreichbar ist, sondern auch zu einem besseren und höherwertigen Lernen führen wird. Die Zukunft wird zeigen, was wir richtig getan haben und was falsch war, aber lasst uns nicht untätig und ohne Fortschritt verharren.

Lives of great men (and women*) all remind us
We can make our lives sublime,
And, departing, leave behind us
Foot prints on the sands of time.
Let us, then, be up and doing,
With a heart for any fate;
Still achieving, still pursuing,
Learn to labour and to wait.

Henry Wadsworth Longfellow

*Hinzufügung von den Autoren



Quellen

1. Pritchard, W. R., Future directions for veterinary medicine. 1988, PEW National Veterinary Education Program, Institute of Policy Sciences and Public Affairs: Durham, NC, USA
2. Gogne, R. M., Briggs, L. J., -Wager, W. W., Principles of Instructional Design. 3. Auflage 1988, New York: Holt, Rinehart and Winston, Inc.
3. Johnson, A. L., Farmer, J. A., Evaluation of traditional and alternative models in psychomotor laboratories for veterinary surgery. Journal of Veterinary Medical Education, 1989. 16(1): 11-14.
4. Nilson, L. B., Teaching at its best: A research-based resource for college instructors. 1997, Anker Publishing Co.: Bolton, MA, USA
5. Distlehorst, L., Robbs, R., A comparison of problem-based learning and standard curriculum students: Three years of retrospective data. Academic Medicine, 1998. 10: 131-137.
6. Norman, G. R.,Schmidt, H. G.The psychological basis of problem-based learning: a review of the evidence. Academic Medicine, 1992. 67(9): 557-565.
7. Savery, J. R., Duffy, T. M., Problem based learning: An instructional model and its constructivist framework. Educational Technology, 1995. 35(5): 31-37.
8. Kelson, A., Assessment drives the curriculum. Seminar course - Essentials of PBL: Tutor training, problem design and assessment. 2001. Santa Barbara, CA, USA.
9. Blackwood, C. C., Applying self-directed learning principles in the technical training of a highrisk industry, in Overcoming Resistance to Self-Direction in Adult Learning. New directions for adults and continuing education. Hiemstra, R. & Brockett, R. G., Eds. 1994, Jossey-Bass: San Francisco, CA, USA.
10. Paul, E. S., Podberscek, A. L., Veterinary education and students' attitudes towards animal welfare. Veterinary Record, 2000. 146: 269-272.
11. Self, D. J. et al., Study of the influence of veterinary medical education on the moral development of veterinary students. Journal of the American Veterinary Medical Association, 1991. 198: 782-787.
12. Self, D. J. et al., Clarifying the relationship of veterinary medical education and moral development. Journal of the American Veterinary Medical Association, 1996. 209: 2002-2004.



Über die Autoren

Lara Marie Rasmussen

Lara Marie Rasmussen schloss 1989 ihr Studium der Biowissenschaften und Politikwissenschaft an der University of California (Davis) mit einem Bachelor of Science ab. An der gleichen Universität promovierte sie 1993 zur Doktorin der Veterinärmedizin. Einen Teil ihrer chirurgischen Ausbildung absolvierte sie während eines Chirurgie-Seminars an der Washington State University. Ihr berufliches Interesse an der Kleintier-Chirurgie führte sie zu einem Kleintier-Internship bei South Shore Veterinary Associates in Massachusetts und einem 3-jährigen Graduiertenkolleg und Facharztausbildung im Bereich Kleintier-Chirurgie an der Universität von Minnesota. Später erhielt sie am American College den ‚Diplomate'-Status. Ihre kritische Meinung zu dem unangemessenen und schädlichen Gebrauch von Tieren in der Ausbildung wurde in jeder Phase ihrer Ausbildung herausgefordert; sie hat sich dennoch durchgesetzt und ist nun als zugelassene Fachchirurgin erfolgreich. Ein Jahr arbeitete sie als klinische Dozentin am Chirurgischen Institut der Washington State University, bevor sie in eine private Praxis der ‚Veterinary Referral Services' in Spokane, Washington, wechselte. 1999 wurde sie für die Entwicklung und Leitung des chirurgischen und klinischen Ausbildungsprogramms an der neuen veterinärmedizinischen Fakultät in Südkalifornien (Western University of Health Sciences, College of Veterinary Medicine) angeworben. Dieses Programm beinhaltet den nicht-schädigenden Einsatz von Tieren sowie umfassende Lebendtier-Erfahrungen, von denen die Tiere, mit denen gearbeitet wird, profitieren. Der Ansatz von Dr. Rasmussen in diesem Lehrplan ist es, die Fülle der vorhandenen Bildungswissenschaft produktiv anzuwenden und noch zu erweitern, die Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten im klinischen Anwendungsbereich zu fördern sowie die Studierenden dahin zu bringen, dass sie die notwendigen Fähigkeiten nicht nur ‚gezeigt' bekommen, sondern wirklich beherrschen.

Shirley D. Johnston

Dr. Johnston ist Gründungsdekanin der 28. Veterinärmedizinischen Fakultät der USA an der Western University of Health Sciences. Sie selbst studierte an der University of Washington in Seattle (Bachelor of Science in Zoologie), an der Washington State University in Pullman (Dr. med. vet.) und an der University of Minnesota (Dr. phil. in Theriogeniologie), und ist ‚Diplomate' des American College of Theriogenologists. Im Zentrum ihrer beruflichen Tätigkeit steht die Lehre und klinische Forschung zur Fortpflanzung bei Hunden und Katzen. Sie hat vielerorts Vorträge gehalten, mehr als 80 referierte Publikationen verfasst und ist Hauptautorin von Canine and Feline Reproduction, W.B. Saunders, 2001. Sie war Director of Graduate Studies und Associate Dean for Academic Affairs an der veterinärmedizinischen Fakultät der University of Minnesota und hatte den Lehrstuhl am veterinärmedizinischen Institut für klinische Wissenschaften an der Washington State University inne. Sie war Vorsitzende des American College of Theriogenologists (1989) und ist gegenwärtig Vorsitzende des Leitungsgremiums des International Congress on Animal Reproduction.

Gary R. Johnston

Dr. Johnston ist Professor für Radiologie an der veterinärmedizinischen Fakultät der Western University of Health Sciences in Kalifornien. Er studierte an der University of Washington in Seattle (Bachelor of Arts in Zoologie), an der Washington State University in Pullman (Dr. med. vet.) und an der University of Minnesota (Master of Science in Veterinärradiologie), und ist ‚Diplomate' des American College of Veterinary Radiologists. Im Zentrum seiner beruflichen Tätigkeit steht die Lehre und klinische Forschung zur Veterinärradiologie, mit Schwerpunkt auf dem Urogenitalsystem von Hunden und Katzen. Er war Leiter der Radiologie-Abteilung, Director of Graduate Studies für Veterinärchirurgie, Radiologie und Anästhesiologie an der veterinärmedizinischen Fakultät der University of Minnesota, sowie Professor am Institut für Komparative Veterinäranatomie, -pharmakologie und -physiologie der veterinärmedizinischen Fakultät der Washington State University in Pullman, USA. An beiden Einrichtungen etablierte er die Veterinär-Nuklearpharmazie; außerdem zeichnet er verantwortlich für die Einführung der Radiojodtheraphie zur Behandlung von Hyperthyreose bei Katzen. 

R. Ashley Robinson

Dr. Robinson ist Prodekan für vorklinische Programme und Professor für Veterinärepidemiologie an der veterinärmedizinischen Fakultät der Western University of Health Sciences in Pomona, Kalifornien. Er studierte an der University of Sydney, Australien (Bachelor of Veterinary Science) und an der University of Minnesota in St. Paul, USA (Master of Public Health und Dr. phil.), mit Veterinärmikrobiologie und -epidemiologie im Hauptfach. Während seiner drei Jahrzehnte langen Arbeit in der Veterinärepidemiologie an der veterinärmedizinischen Fakultät der University of Minnesota war er Mentor für über 100 Doktoranden und Master-Studierende aus fünf Kontinenten, lehrte mit herausragender Qualität, veröffentlichte mehrere hundert Abhandlungen und hielt auf nationaler sowie internationaler Ebene Vorträge zu Infektionsepidemiologie und Tierkrankheiten. Zuletzt wurde er zum Senior Veterinary Liaison (‚Verbindungsmann' für Veterinärmedizin) für ein regionales Kooperationsprojekt im Nahen Osten, in Amman, Jordanien, ernannt, das von der veterinärmedizinischen Fakultät der Tufts University finanziert wurde.

Lara Marie Rasmussen, Dr. med. vet., MS (Master of Science)
Diplomate, American College of Veterinary Surgeons
Assistant Professor

R. Ashley Robinson, Dr. med. vet., MPH (Master of Public Health), Dr. phil.
Prodekan

Gary R. Johnston, Dr. med. vet., MS (Master of Science)
Diplomate, American College of Veterinary Radiology
Professor

Shirley D. Johnston, Dr. med.vet., Dr. phil.
Diplomate, American College of Theriogenology
Dekanin

College of Veterinary Medicine
Western University of Health Sciences
309 East 2nd Street
Pomona, CA 91766
USA
www.westernu.edu 


Autorenkontakt (L. M. Rasmussen):

Tel.: +1 909 469 5668
Fax: +1 909 469 5635
E-Mail: lmrasmussen@westernu.edu 

 

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