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Vorwort
Dr Gill Langley, MA PhD MIBiol CBiol
Wissenschaftliche Beraterin der Dr Hadwen Trust for Humane Research
Einführung
Teil A: Tierverbrauchsfreie Lehrmethoden und Umgestaltung von Lehrplänen
Das Buch beginnt mit
einer Definition von tierverbrauchsfreien Lehrmethoden und stellt die
verschiedenen Arten von Lehrmethoden vor, die tiermissbrauchende Methoden
ersetzen können oder bereits ersetzt haben. Von tierverbrauchsfreien Tools
wie Modelle für klinische Praxisübungen und Computersoftware für virtuelle
Laborexperimente, bis hin zu alternativen Ansätzen wie die klinische Arbeit
mit Tierpatienten und die Verwendung von ethisch erworbenen Tierkadavern,
werden die jeweiligen pädagogischen Vorteile und Potenziale ausführlich
diskutiert.
1. Arten von tierverbrauchsfreien Lehrmethoden und ihre pädagogische Wirkung
2. Der größere Nutzen einer humanen Ausbildung
3. Bewertung von tierverbrauchsfreien
Lehrmethoden
Jonathan Balcombe
4. Gestaltung von Lehrplänen: Die Entscheidung für einen humanen Ansatz und dessen konkrete Umsetzung in der biowissenschaftlichen
Lehre
Lara Marie Rasmussen
5. Verweigerung aus
Gewissensgründen: Rolle und Verantwortung von Studenten und Dozenten
6. InterNICHE: Philosophie und Praxis
Teil B: Fallstudien
Für den zweiten Teil des Buches haben Dozenten und Leiter von Instituten, die mit ihren Ansätzen einer biowissenschaftlichen Ausbildung bahnbrechende Pionierarbeit leisten, jeweils eigene Kapitel beigetragen. Ihre vielfältigen Erfahrungen mit fortschrittlichen, humanen Lehrmethoden, einschließlich eines vollkommenen Ersatzes von tierverbrauchenden Methoden, decken eine breite Palette unterschiedlicher Fachrichtungen und Arten von Lehrmitteln ab.
1. Virtuelle vs. reelle Labors im biowissenschaftlichen
Studium: Konzepte und
Erfahrungen
Hans A. Braun
"Dr. Hans Braun beschreibt seine Erfahrung mit der Entwicklung und dem Einsatz von Multimedia-Simulationen von physiologischen und pharmakologischen Experimenten, die durch wiederholte studentische Verweigerungen von Tierversuchen angeregt wurden. Die preisgekrönte Programmreihe Virtual Physiology, die ein aktives Lernen fördert, indem in einem virtuellen Labor praxisorientierte Aufgaben gestellt werden, wurde sowohl von Studenten als auch Dozenten für pädagogisch, wissenschaftlich und ethisch den konventionellen tierverbrauchenden Praktika überlegen befunden. Diese Bewertung war der Anstoß für weitere Entwicklungen von hochmodernen Multimedia-Tools für den Physiologieunterricht - deren Fortschritte in diesem Kapitel näher beschrieben
werden.Dr. Hans Braun beschreibt seine Erfahrung mit der Entwicklung und dem Einsatz von Multimedia-Simulationen von physiologischen und pharmakologischen Experimenten, die durch wiederholte studentische Verweigerungen von Tierversuchen angeregt wurden. Die preisgekrönte Programmreihe Virtual Physiology, die ein aktives Lernen fördert, indem in einem virtuellen Labor praxisorientierte Aufgaben gestellt werden, wurde sowohl von Studenten als auch Dozenten für pädagogisch, wissenschaftlich und ethisch den konventionellen tierverbrauchenden Praktika überlegen
befunden. Diese Bewertung war der Anstoß für weitere Entwicklungen von hochmodernen Multimedia-Tools für den Physiologieunterricht - deren Fortschritte in diesem Kapitel näher beschrieben
werden".
2. Implementierung von computergestützten tierverbrauchsfreien Lehrmethoden in der
Biomedizin
Henk van Wilgenburg
"Dr. Henk van Wilgenburg hinterfragt die Gewohnheit, Tiere als Modelle für physiologische und pharmakologische Prozesse im Menschen zu benutzen. Außerdem wird die Haltung von Dozenten gegenüber tierverbrauchsfreien Lehrmethoden, insbesondere die Akzeptanz von computerbasierten Lehrmethoden, ausführlich beschrieben. Besonders betont wird die Wichtigkeit einer sorgfältigen und schrittweisen Vorbereitung für eine erfolgreiche Implementierung neuer Lehrmethoden, einschließlich einer Bedarfsanalyse, der Einweisung von Mitarbeitern und Hilfskräften, der Einbeziehung der Studenten, und der Bewertung. Schließlich werden die Vorteile einer lokal bearbeitbaren Freeware und einer in Zusammenarbeit realisierten Erstellung von tierverbrauchsfreien Lehrmethoden
dargelegt."
3. Für das Studium der Physiologie muss man nicht töten
Mykola Makarchuk
"Dr. Mykola Makarchuk hinterfragt den weit verbreiteten Glauben an die ‚Unverzichtbarkeit' von Tierversuchen im Biologiestudium. Er beschreibt, wie sich seine eigenen Ansichten von der Akzeptanz des Tierverbrauchs - einschließlich Experimente an Fröschen und Ratten - bis zur ausschließlichen Anwendung von tierverbrauchsfreien Methoden gewandelt haben. Dieser Wandel fand gleichzeitig mit einer kulturellen Entwicklung hin zu mehr Menschlichkeit gegenüber Tieren statt, und mit einem wachsenden Bewusstsein hinsichtlich der negativen Auswirkungen von tiermissbrauchenden Praktiken. Weiterhin werden die Herausforderungen beschrieben, die eine Implementierung von tierverbrauchsfreien Lehrmethoden wie z.B. Computersimulation im Bildungssystem der Ukraine bedeutet, und der Nutzen solcher tierverbrauchsfreien Methoden."
4. Studentische Praktika in biowissenschaftlichen
Forschungsprojekten: Das Erlernen von Problemlösungsstrategien ohne
Tierversuche
Garry C. Scroop
"Der Wert von Selbstversuchsprojekten für die Vermittlung einer Wertschätzung der wissenschaftlichen Methode und für das Erlernen von Problemlösungsstrategien wird von Dr. Garry Scroop dargelegt. Praktika von einem ganzen Semester Dauer folgen dem Prinzip der Doktoranden-Forschung, nicht nur um eine effektive Physiologie-Ausbildung im Medizinstudium zu sichern, sondern auch um die Fähigkeit des lebenslangen Lernens der Studenten zu fördern. Die Vorteile dieser tierverbrauchsfreien Lehrmethode gegenüber den nach Verfahrensvorschrift durchgeführten Tierversuchen - mit ihren konstruierten Ergebnissen und damit einhergehend dem fehlendem Raum für kritisches Denken - sowie Gestaltung und Durchführung der Projekte werden nebst einer Bewertung dieses Ansatzes ausführlich
beschrieben."
5. Tierspendenprogramm zur Deckung des Bedarfs im veterinärmedizinischen
Studium: Alternativen zur Tötung gesunder
Tiere
Amarendhra M. Kumar
"Die Deckung des Kadaverbedarfs für Anatomie-, Chirurgie- und klinische Ausbildung von Studenten der Veterinärmedizin auf ethisch absolut vertretbare Weise wird von Dr. Amarendhra Kumar vorgestellt. Das beispielhafte ‚Tierspendenprogramm' der Tufts University in den USA versorgt den Bedarf der Studenten vollständig mit Tierkadavern, die auf natürliche oder ethisch vertretbare Weise gestorben sind. Die Einrichtung, Betreuung und Funktionsweise des Programms werden vorgestellt und naheliegende Fragen hinsichtlich der gespendeten Tierkadaver beantwortet. Für diejenigen Studenten, deren Ausbildung reelle praktische Erfahrungen mit Tiergewebe erfordert, bietet dieser Ansatz eine nachhaltige Lösung."
6. Ethische Chirurgie-Praktika für Studierende der Veterinärmedizin
Daniel D. Smeak
"Dr. Daniel Smeak behandelt die Notwendigkeit, dass Absolventen der Veterinärmedizin kompetente Chirurgen sein müssen, und betrachtet dabei Wege einer effizienten Aneignung chirurgischer Fertigkeiten. Die Verwendung von Selbstlernprogrammen auf Video kombiniert mit Nähübungen und Hohlorgan-Simulatoren bietet Möglichkeiten zur Aneignung von grundlegenden Fertigkeiten, wobei die Verwendung dieser ethisch einwandfreien und kostengünstigen Simulatoren sich für eine effektive praktische Ausbildung als den Tierversuchen überlegen erwiesen hat. Die Verwendung von ethisch erworbenen Tierkadavern sowie die klinische Arbeit an Tierpatienten im Rahmen eines Sterilisationsprogramms bieten den Studenten die Erfahrung von echtem Gewebe und echten Patienten und ermöglicht ihnen die Anwendung ihrer durch die Simulatoren bereits gewonnenen chirurgischen
Grundkenntnisse."
7. Ein pädagogisch wertvolles, innovatives und humanes Konzept für die veterinärmedizinische
Ausbildung
Lara Marie Rasmussen
R. Ashley Robinson
Gary R. Johnston
Shirley D. Johnston
"Gemeinsam mit Dr. R. Ashley Robinson, Dr. Gary Johnston und Dr. Shirley Johnston beschreibt Dr. Lara Rasmussen die gegenwärtig im Gang befindliche Realisierung der Vision eines fortschrittlichen und hochmodernen Lehrplans für das Veterinärmedizinstudium. Das neue Veterinärmedizinische Fakultät der Western University of Health Sciences, USA, bietet innovative, studentenorientierte Lernmethoden nach dem Grundsatz der ‚Ehrfurcht vor dem Leben', und umfassendere klinische Erfahrungen mit Tierpatienten und ‚Freiwilligen'. Kein Tier wird für die Ausbildung verletzt oder getötet, und kein Student erhält seinen Abschluss ohne die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Ansätze zur Erzielung dieser Fertigkeiten, wie z.B. die Konzentration auf eine breite Palette bestimmter Lehrziele, kreative Lehrplangestaltung und die Anwendung hochwertiger tierverbrauchsfreier Tools und Methoden, werden ausführlich
beschrieben."

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