Schlesinger SL, Heuwieser W, Fischer-Tenhagen C. Die Rolle der strukturierten Nachbesprechung und des selbstgesteuerten Lernens bei der simulations-basierten Lehre klinischer Fertigkeiten in der Nutztierreproduktionsmedizin. J Vet Med Educ. 2023 Aug;50(4):e20210060. German. doi: 10.3138/jvme-2021-0060.de

PMID: 39500497

Abstract

DE:

Zusammenfassung: Selbstgesteuertes Lernen wird mit mehreren Vorteilen bei der simulations-basierten Lehre klinischer Fertigkeiten in Verbindung gebracht und kann durch Feedback in Form einer Nachbesprechung nach der Veranstaltung ergänzt werden. In dieser Studie wurden Studierende der Veterinärmedizin im letzten Studienjahr (n = 111) in eine von drei Gruppen eingeteilt und übten vier klinische Fertigkeiten aus dem Bereich der Nutztierreproduktionsmedizin in einem Labor für klinische Fertigkeiten (Skills Lab). Gruppe 1 absolvierte eine von einer Dozentin geleiteten Übung (instructor, I), Gruppe 2 absolvierte eine selbstgesteuerte Übung mit Nachbesprechung (debriefing, D), und Gruppe 3 absolvierte eine selbstgesteuerte Übung ohne Nachbesprechung (Kontrolle, C). Jede Übung umfasste zwei klinische Fertigkeiten, die als direkt patientenbezogen eingestuft wurden (Patient), und zwei klinische Fertigkeiten, die Labordiagnostik oder den Zusammenbau von Geräten beinhalteten (technisch). Die Studierenden bewerteten die Übungseinheiten anhand von Likert-Skalen. Zwei Tage nach der Übung nahmen 93 Studierende an einer Leistungskontrolle im Format objective structured clinical examination (OSCE) teil. Die Leistungen der Studierenden wurden für jede Lernstation einzeln analysiert. Der Prozentsatz der Studierenden, die die OSCE bestanden, unterschied sich bei keiner Lernstation signifikant zwischen den drei Gruppen. Während der/die Prüfende an einer Lernstation einen Einfluss auf die absoluten OSCE-Ergebnisse (in %) hatte, unterschied sich der Prozentsatz der Studierenden, die die OSCE bestanden, nicht zwischen den Prüfenden. Die Patienten-Lernstationen waren bei den Studierenden beliebter als die technischen Lernstationen, und der Prozentsatz der Studierenden, die die OSCE bestanden, war bei den Studierenden, die gerne an der jeweiligen Station übten, signifikant höher (90.9%) als bei denen, die dies nicht taten (77.8%).

[in German]

EN:

Abstract: Self-directed learning is associated with several advantages in simulation-based teaching of clinical skills and can be supplemented by feedback in the form of a post-course debriefing. In this study, final-year veterinary students (n = 111) were divided into one of three groups and practiced four clinical skills related to farm animal reproductive medicine in a clinical skills lab (skills lab). Group 1 completed an instructor-led exercise (instructor, I), group 2 completed a self-directed exercise with debriefing (debriefing, D), and group 3 completed a self-directed exercise without debriefing (control, C). Each exercise included two clinical skills classified as directly patient-related (patient) and two clinical skills involving laboratory diagnostics or equipment assembly (technical). Students rated the exercise sessions using Likert scales. Two days after the exercise, 93 students participated in an objective structured clinical examination (OSCE) performance assessment. Student performance was analyzed individually for each learning station. The percentage of students passing the OSCE did not differ significantly between the three groups at any learning station. While the examiner at a learning station had an influence on the absolute OSCE results (in %), the percentage of students passing the OSCE did not differ between examiners. The patient learning stations were more popular with students than the technical learning stations, and the percentage of students passing the OSCE was significantly higher among students who enjoyed practicing at the respective station (90.9%) than among those who did not (77.8%).